Frühjahrsauftakt gegen Lafnitz: Vorschau und Interview


Zum Rückrundenbeginn empfängt der FC Juniors OÖ am Freitag um 19:10 in der Raiffeisen-Arena den SV Lafnitz. Cheftrainer Gerald Scheiblehner spricht im Interview über Vorbereitung, Mannschaft und Ziele.

In der Hinrunde trennten sich die beiden Teams, die in der Saison 2017/18 den Aufstieg in die 2. Liga fixiert hatten, mit einem torlosen Unentschieden. Generell ist Oberösterreichs Talenteschmiede auf Zweitliga-Ebene gegen Lafnitz ungeschlagen. So konnten aus drei Begegnungen sieben Punkte erobert werden. Auf Regionalliga-Ebene tat man sich dabei noch schwer: So konnte in den direkten Duellen der Aufstiegssaison nur ein Punkt eingefahren werden.

Die Elf von Philipp Semlic, der in der Winterpause den nach Wolfsberg abgewanderten Ferdinand Feldhofer beerbte, beendete die Herbstsaison auf dem starken vierten Rang. Die Lafnitzer wurden dabei am letzten Spieltag des Jahres 2019 von Vorwärts Steyr vom „Stockerl“ verdrängt. Besonders verlassen konnten sich die Steirer im bisherigen Saisonverlauf auf ihre Defensive. Nur die SV Ried erhielt im Herbst weniger Gegentore (18 vs. 16). Die FC-Juniors-Redaktion hat sich vor diesem Spiel mit Cheftrainer Gerald Scheiblehner, der für den Auftakt personell aus dem Vollen schöpfen kann, ausführlich unterhalten.

Worauf habt ihr als Trainerteam in der Vorbereitung bei der Mannschaft ein besonderes Augenmerk gelegt?

Bei einer derart jungen Mannschaft gibt es keinen Bereich, den man vernachlässigen darf. Zum einen gilt es, die Jungs als Spieler besser zu machen und zum anderen muss man sie dabei unterstützen, in ihrer Persönlichkeit zu reifen. Uns ist wichtig, dass wir die Spieler so gut wie möglich auf eine Karriere als Profi vorbereiten. Sie müssen wissen, was sie essen und trinken sollen, wieviel Schlaf sie brauchen, wie sie sich auf ein Training oder ein Spiel vorbereiten und welche Maßnahmen der Regeneration dienen.
Im athletischen Bereich gibt es noch einiges zu tun, deswegen war dies mit Sicherheit ein großer Schwerpunkt in dieser Vorbereitungszeit. Unser Spiel erfordert eine hohe Intensität und daher ist die Fitness die Basis für unsere Spieler.
 

Mit Emanuel Pogatetz ist seit Vorbereitungsbeginn ein ehemaliger sehr erfahrener Nationalspieler als Individualtrainer mit an Board. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Auf jeden Fall sehr intensiv. Als Trainer ist es immer wichtig, Leute im Team zu haben, die das Team stärker machen. Emanuel ist durch seine professionelle Herangehensweise, durch seinen unbändigen Ehrgeiz bereits als Spieler sehr erfolgreich gewesen. Durch seine jahrelange Erfahrung bei vielen Vereinen im In- und Ausland bringt er nicht nur die Spieler weiter, sondern das gesamte Trainerteam. 

Wir haben sehr viel Zeit in die Trainingsplanung investiert. In der Arbeit mit jungen Spielern ist es besonders wichtig, auf eine gute Trainingssteuerung zu achten, um am Ende den Spieler besser zu machen. Ich möchte an dieser Stelle aber auch erwähnen, dass wir mit Roland Sieghartsleitner einen absoluten Top-Mann im Team haben, der für uns alle Laufdaten auswertet. Ohne diese Unterstützung ist heutzutage keine professionelle Trainingsplanung mehr möglich.
 

Im Winter konnte sich der Verein die Dienste eines sehr routinierten Spielers sichern. Die Rede ist von Rene Gartler. Was schätzt du besonders an ihm als Spieler?

Nach der Analyse der Hinrunde wollten wir unbedingt einen routinierten Spieler zu unseren Talenten holen, um ihre Entwicklung noch mehr voranzutreiben. Mit Rene haben wir einen Volltreffer gelandet. Er ist ein super Typ, ein klasse Fußballer, er schießt Tore und ist bereit, mit den Jungs auch abseits des Spielfeldes zu arbeiten. Wenn man als junger Stürmer täglich mit einem Spieler wie Rene trainieren darf, dann kann man nur profitieren. Ich bin sehr glücklich, dass dieser Transfer geklappt hat. 

Am Freitag startet der FC Juniors OÖ mit dem Heimspiel gegen den SV Lafnitz. Die Mannschaft ist bereit?

Davon gehe ich aus! Wir haben in der Winterpause sehr viele Arbeitsstunden investiert und die Mannschaft ist gut vorbereitet. Es würde mich für das gesamte Team freuen, wenn wir uns mit einem Sieg zum Auftakt belohnen. Wir treffen allerdings auf eine sehr kompakte Mannschaft, die einen klaren Plan hat. Es wird schwer für uns, aber wir nehmen die Herausforderung an und wollen zeigen, was wir drauf haben.

Mit welchem konkreten Ziel geht ihr in die Frühjahrssaison?

Das Wichtigste ist, dass wir die Liga halten. Diese Plattform ist für unsere jungen Spieler optimal, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Wenn wir konsequent unseren Weg gehen, dann wird sich der Erfolg ohnehin einstellen. Ob wir dann am Ende Fünfter oder Neunter in der Tabelle sind, ist nicht entscheidend. Mir ist wichtig, dass wir eine hohe Intensität auf den Platz bringen, wir fleißig gegen den Ball arbeiten und so schnell wie möglich vor das gegnerische Tor kommen.